Der sympathische Radsportverein im Südosten von Berlin

| BRT 2016 in Bonn Beutel |

 

 

Vom 24. bis zum 30. Juli fand in diesem Jahr wieder das Bundesradsporttreffen statt, und 11 Möwen waren in Beuel dabei. Nicht alle; aber das Gros der Mannschaft war die ganze Woche über präsent, so dass unsere gute Kilometerleistung auch eine Verbesserung im Gesamtklassement aller Vereine brachte.

Weitere Berliner Vereine waren wieder nicht am Start, aber einige bekannte Gesichter aus der Hauptstadt konnte man doch sehen.

Um zunächst vom Wetter zu reden: Vom Sonntag bis zum Mittwoch war alles eitel Freude und Sonnenschein; aber am Donnerstag und Freitag goß es fast den ganzen Tag vom Himmel herab, so dass die Aktivitäten aller Teilnehmer deutlich eingeschränkt wurden. Am Sonnabend konnte man dann wieder nach Herzenslust Rad fahren, bevor die Ab-schiedsfeier stattfand.

Untergebracht waren wir unterschiedlich:

Fünf Sportfreunde (einschl. einer Sportfreundin) wohnten in der Bonner Jugendherberge oben auf dem Venusberg. Sie hatten zum Startort noch eine Anfahrt (und natürlich Heim-fahrt) von jeweils 10 Kilometern zu bewältigen – und das durch eine völlig unübersichtliche Stadt mit vielen Einbahnstrassen. Das hat doch etwas genervt!

Oldenburgs hatten ihr Wohnmobil in Beuel und waren daher autark, Schymuras hatten eine Ferienwohnung gemietet, und Schulle und Hans-Peter Stadler wohnten feudal im Hotel.

Morgens um 9 Uhr trafen wir uns alle am Start und fuhren gemeinsam als eine Einheit los, die sich je nach dem radsportlichen Vermögen der Teilnehmer früher oder später auflösen konnte.

Das Profil im Rheintal ist natürlich für uns Berliner Flachlandtiroler zunächst sehr gewöh-nungs bedürftig: Knackige kurze oder auch lange und relativ steile Anstiege findet man ja hier in unserer Stadt kaum und wenn, dann auch nicht in kurzer Abfolge wie dort im Mittelgebirge.

Da konnte ich Altrentner den jüngeren Rentnern nur hinterher hecheln!

Burglind erwies sich dabei als unsere „Bergziege“ und Norbert als ihr schnaufender Schatten.

Leider war jedoch nicht alles nur lustig und nett: Unsere „Gastmöwe“ Wolfgang aus Premnitz, der ebenfalls in der Jugendherberge wohnte, wurde an zwei aufeinander folgenden Tagen jeweils in einen Sturz verwickelt und schürfte sich erst links und dann zum Ausgleich am nächsten Tage die rechte Hüftseite auf und verlor außerdem noch auf dem Heimweg in die Jugendherberge seine tragbare Apple-Telefonzelle.

Aber es kam noch schlimmer, als Ute an einem der Regentage eine Tour machte und stürzte. Dabei brach ein wichtiges Knochenteil am Ellenbogen, so dass sie noch in Bonn operiert wurde, um sicher zu sein, daß der Arm später beweglich bleiben würde.

Der Aufenthalt in der Jugendherberge auf dem Venusberg hatte für die vier „Besetzer“ eines Zimmers den Nachteil der großen Enge –aus Berliner Fernsicht war das vorher nicht einzuschätzen gewesen- aber das Buffet am Morgen und am Abend war sehr gut und reichlich und das dortige Personal war bemüht, einem den Aufenthalt so angenehm wie möglich zu gestalten; auch einen Grill und reichlich Fleisch, Würste, Brot und Beilagen be-kamen wir gestellt, um es uns an einem Abend, dem Donnerstag, an einem Feuerchen auf der Herbergsterrasse gemütlich zu machen.

Am Abend zuvor, dem Mittwoch, hatten wir uns gemeinsam in Schulles und Hans-Peters Hotel zum Umtrunk im Garten getroffen und hatten Gelegenheit zur Fachsimpelei und zu freundschaftlichen Gesprächen.

Wer mehr über das Bunderadsporttreffen wissen möchte, kann sich im Internet informieren.

Die Ergebnisse findet ihr hier

Harald Langner