Der sympathische Radsportverein im Südosten von Berlin

| BRT 2019 in Neustadt |

 

 

Bundesradsporttreffen Neustadt an der Weinstraße 2019

Irgendeinen Ort mit dem Namen „Neustadt“ kennt ja fast jeder - das hört sich auch nicht so langweilig an wie „Langenselbold“ im vergangenen Jahr, ohne den schönen, altehrwürdigen Ort abwerten zu wollen!

Aber Neustadt, und dann noch an der Weinstraße, das klingt schon vertrauter und auch vielleicht für den einen oder anderen romantischer und läßt gleich an kleine Gassen mit feinen Weinrestaurants und an Gemütlichkeit denken.

Und so war es in der Tat, mindestens was die Altstadt von Neustadt anging.

Man traf tatsächlich auf die schönen, engen, alten Gassen und konnte auch überall kleinere oder größere Restaurants und Weinstuben finden, wo es sich in den warmen Sommernächten wunderbar sitzen und genießen ließ, und das besonders natürlich auf dem großen urigen Marktplatz. Schwierig war es dann nur auf dem Wege nach „Hause“ in unsere Jugendherberge. Nicht daß wir „voll des süßen Weines“ gewesen wären, sondern der steile Weg nach oben war nach langem Sitzen in der bald ägyptischen Finsternis der Stadt doch sehr beschwerlich - zumindest aus meiner Sicht.

Und dann ist dort ja auch gleich in der Nähe das Hambacher Schloß, das zu den Gründungsorten der deutschen Demokratie zählt.

Von dort hat man bei gutem Wetter -und davon hatten wir reichlich- aus halber Bergeshöhe einen nahezu unendlichen Blick nach Osten über das gesamte Rheinbecken. Ein wirklich schöner Ausblick, den man nicht mehr vergißt!! - während sich nach Westen hin das grüne Dunkel des Pfälzer Waldes erstreckt.

Es gab auch noch zwei wunderschöne Freibäder, eingebettet in die grüne Landschaft, bestanden mit großen alten Bäumen, wo man sich nach anstrengenden Radtouren in der glühenden Hitze dieser Tage zurückziehen und neue Kraft tanken konnte.

Und damit sind wir bei dem eigentlichen Zweck der Unternehmung angelangt: dem Bundesradsporttreffen.

Es war in diesem Jahr das 70. Mal, daß diese Veranstaltung, die als Treffen von Wanderfahrern begründet worden war, stattfand, ein Jubiläumsdatum also, und entsprechend hoch war auch der Aufwand, den der ausrichtende Verein, der R.V. Edelweis Lustadt, in enger Zusammenarbeit mit vielen anderen Vereinen des Rheinland-Pfälzischen Radsportverbandes betrieben hat.

Franz Hieber, erster Vorsitzender dieses Vereins, hatte sich rechtzeitig bemüht, die Veranstaltung nach Neustadt zu holen, und mit seinen knapp 130 ehrenamtlichen Helfern aus der näheren und ferneren Umgebung hat er es geschafft, das Event wirklich zu einem ganz großen zu machen.

An dieser Stelle nochmals ein ganz herzliches Dankeschön an den Franz und an seine nimmermüden Helfer.

Dabei hat die große Hitze in dieser Woche allen, sowohl den Helfern an Start und Ziel und an den Kontrollstellen als auch den Radlern auf der Piste ordentlich zugesetzt.

So mußte schon das angesetzte Bergzeitfahren abgesagt werden, denn die Gesundheit der Sportler war wichtiger als ein mühsam erschwitzter Sieg, und die auch Starts für die RTF’s wurden am frühen Morgen bereits um 7.00 Uhr freigegeben.

Und trotz dieser harten Bedingungen in Bezug auf die bestehende Hitzewelle konnten die Veranstalter in dieser Woche rund 5.000 Starts vermelden.

Dabei waren es aber nicht nur inländische Vereine, die um einen Ehrenplatz rangen, sondern auch eine Mannschaft von Dansk Cykelturistuge und viele Einzelfahrer/innen aus allen möglichen europäischen Ländern wie Belgien, den Niederlanden, aus Norwegen, aus Österreich, Tschechien, Italien usw. Es ging jedenfalls recht bunt zu in dieser Radlergemeinschaft.

Natürlich traf sich hier auch wieder die Berliner RTF – Szene, und man konnte Sportfreunde der Berliner Bären, von ADW, Iduna, Semper und natürlich auch wieder von Lok Schöneweide treffen.

Möwe Britz ging mit 10 Starter/innen in das Rennen um die besten Plätze, Lok mit 4.

Wir konnten uns dieses Mal auf Rang 14 vorarbeiten, und Lok kam immerhin auch noch auf Platz 26 von 28 gewerteten Vereinen, wobei natürlich wieder diejenigen in der Wertung vorn lagen, die mit den meisten Startern dabei waren. So werden wir mit unserer kleinen Mann- schaft natürlich nie weiter nach vorn kommen; aber mitzumachen, sich mit anderen Radsportlern auszutauschen und Spaß an unserem Sport dabei zu haben ist ja doch die Hauptsache.

Und gerade Rheinland-Pfalz ist auch ein außerordentlich interessantes und sehr vielfältig gegliedertes Land, in dem man die unterschiedlichsten Bedingungen für das Radfahren finden kann. Man kann flach fahren oder in die Berge mit ihren grünen Wäldern, man kann den Rhein genießen und die Weinanbaugebiete. Es ist für jeden etwas da!

Und natürlich kann, wer möchte, alles noch einmal im Internet nachlesen, denn es wäre müßig, hier noch einmal die Touren zu beschreiben, die Franz Hieber mit seinem Verein als Veranstalter in vielmonatiger aufwendiger Arbeit und mit großer Mühe und Sorgfalt zusammengestellt hat.

Und dazu gibt es auch noch einen kleinen Film mit Impressionen von den Tagen des Treffens.

Die Ergebnisse könnt ihr hier herunterladen.

Text / Bilder : Harald Langner